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Museum Archive • Beatrice Sonntag

Phallusmuseum – Hunderte Penisse in Reykjavik

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Phallusmuseum – Die Durchschnittsgröße des menschlichen Penis ist stark umstritten.

Das Phallusmuseum ist genau das, was sein Name vermuten lässt: Es ist ein Museum, in dem es alle möglichen Penisse gibt. Mitten in Reykjavik. Meiner Meinung nach damals wie heute das Highlight in Reykjavik. Einmalig auf jeden Fall.

Das Penismuseum ist 2020 umgezogen und präsentiert seine äußerst merkwürdige Sammlung nun in einem größeren und moderneren Umfeld. Nicht schlecht. Knapp 17 Euro Eintritt sind zwar happig für eine so kleine Ausstellung, aber das Museum ist es trotzdem wert.

Die Ausstellung beginnt mit einer kleinen Hommage an den Gründer des Museums, der auch viele Gegenstände in Penisform geschnitzt hat. Es ist doch immer großartig, wenn jemand sein Hobby zum Beruf machen kann. Dann kommt ein ungewöhnliches Ausstellungsstück und zwar die originalgetreuen Abgüsse aller Penisse der gesamten isländischen Handballmannschaft, die 2008 in Peking bei den olympischen Spielen die Silbermedaille gewonnen hat. Das ist wieder so ein Grund dafür, dass man die Isländer einfach lieben muss. Andere Mannschaften geben ein Buch oder ein Stickeralbum heraus, lassen sich feiern oder vielleicht ein Flugzeug nach sich benennen. Die Isländer lassen Abdrücke ihrer Penisse für das Museum machen. Großartig.

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Gori – eine authentische Reise in die Vergangenheit

By | Traumziel weit weg | No Comments

Gori – Alles, was Ihr über Stalin wissen müsst…

Bei meiner Reise nach Georgien stand auch ein Abstecher nach Gori auf dem Programm. Gori ist etwas ganz besonderes, oder war es zumindest zu Stalins Lebzeiten, denn Gori ist die Stadt, in der der große Josef Stalin geboren wurde.

Der wohl bekannteste Georgier hat groben Schätzungen zufolge wahrscheinlich 40 bis 110 Millionen Todesopfer zu verantworten. Opfer des Regimes, Opfer von Hinrichtungen, Kriegstote, Opfer in Arbeitslagern, politische Feinde, Opfer einer absichtlich herbeigeführten Hungersnot in der Ukraine… Egal wie man zählt, Joseph Wissarionowitsch Dschugaschwili, der sich später Stalin nannte, war ein Monster.

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Kassel – Museum für Sepulkralkultur

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Kassels kleines morbides Juwel

Im Grunde ist das Museum für Sepulkralskulptur nicht klein. Das Gebäude ist sogar recht stattlich. Und es befindet sich in guter Gesellschaft, direkt neben dem noch größeren Brüder Grimm Museum. Morbide ist das Museum für Sepulkralkultur allerdings wirklich. Und genau deshalb wollte ich dahin.

Das Museum besteht aus einer Dauerausstellung, die geöffnet ist und wechselnden Ausstellungen, die wegen Corona geschlossen sind. Die Dauerausstellung unterteilt sich in eine umfangreiche Sammlung zum Thema Tod und Sterben im europäischen abendländischen Kulturkreis und eine kleinere Sammlung mit einer bunten Mischung aus Bestattungsriten von anderen Kontinenten.

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Regierungsbunker Bad Neuenahr – Geheim und doch nicht geheim

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Bad Neuenahr – Deutschlands teuerstes Bauprojekt – bis jetzt

Von Bad Neuenahr wusste ich eigentlich nur, dass dort Wein wächst. Bei meiner Suche nach coronatauglichen Reisezielen stellte sich heraus, dass es in Bad Neuenahr die Dokumentationsstätte Regierungsbunker gibt. Es handelt sich um ein Museum, das im einstigen „Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes (AdVB) im Krisen- und Verteidigungsfall zur Wahrung derer Funktionstüchtigkeit“ untergebracht ist und der Öffentlichkeit zeigen soll, was hier unter Bad Neuenahr so alles vor sich ging.

In der Dokumentationsstätte Regierungsbunker begibt man sich in die Zeit des Kalten Krieges. Damals hatten alle Regierungen der Welt ernsthaft Angst vor dem Dritten Weltkrieg. Es war den meisten sogar ziemlich klar, dass er unmittelbar bevor stand. Daher wurde ein Ausweichsitz für die Westdeutsche Regierung gesucht und in Bad Neuenahr gefunden. Irgendwer erinnerte sich daran, dass es hier noch diese gigantischen Tunnel für ein nie fertiggestelltes Netz für Hochgeschwindigkeitszüge gab. Und das gar nicht weit von Bonn entfernt.

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Kambodscha – Killing Fields und Tuol Sleng

By | Lieblingskrankheit: Reisefieber | No Comments

Erinnerungsstätten an eine grausame Geschichte

Heute berichte ich über ein Ausflugsziel, das nichts schönes an sich hat, aber dennoch ein interessant und in meinen Augen ein Must Do ist, wenn man Kambodscha besucht. Die Killing Fields und das berühmt berüchtigte Gefängnis Tuol Sleng, auch S 21 genannt, gehören leider auch zu diesem wunderschönen Land Kambodscha und sie informieren den Besucher über das wohl traurigste und grausamste Kapitel der kambodschanischen Geschichte.

Es gab zwischen 1975 und 1979 mehrere hundert von diesen Killing Fields in ganz Kambodscha während die Roten Khmer die Macht über das Land innehatten. Eine besondere Konzentration dieser Tötungsgelände, auf denen wahrscheinlich insgesamt um die 200.000 Menschen starben, befindet sich in der Nähe der Hauptstadt. Eines dieser Gelände ist als Gedenkstätte hergerichtet worden. Um es zu erreichen, muss man sich durch einige der weniger privilegierten Viertel der Vorstadt kämpfen.

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Johannesburg – Gold und Kampf für die Freiheit

By | Nach der Reise ist vor der Reise | No Comments

Johannesburg – Reisebericht von Beatrice Sonntag

Die Stadt Johannesburg würde es heute nicht geben, wenn nicht vor knapp 130 Jahren jemand hier rein zufällig auf eine ziemlich vielversprechende Goldader gestoßen wäre. Einer Theorie nach hieß einer dieser Männer Johan oder Johannes und es kann gut sein, dass man die nach dem Goldfund sich in rasender Geschwindigkeit ausdehnende Stadt nach ihm benannt wurde.

Apartheid Museum  Mandela

Der Alltag in Johannesburg ist mittlerweile nicht mehr vollkommen von Kriminalität bestimmt, so wie es vor zehn Jahren Gerüchten zufolge noch der Fall war. Zwar sind noch viele Gebäude mit Stacheldraht und Selbstschussanlagen versehen, aber es gibt einen knallroten Hop-On-Hop-Off-Bus, der Touristen durch die Stadt befördert und sie überall dort aussteigen lässt, wo sich eine Sehenswürdigkeit im weitesten Sinne definieren lässt.

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Paris – fremde Kulturen und noch fremdere Sterne

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9 Kommentare

Paris ist dank der perfekten TGV-Verbindung weniger als zwei Stunden entfernt. Zwar muss ich vorher erst mal den Bahnhof in Saarbrücken oder Luxemburg erreichen und dann auch noch mit einigen Minuten Verspätung rechnen, aber ich erreiche Paris schneller als Brüssel oder Berlin. Grund genug, der riesigen Stadt mehrmals im Jahr einen Besuch abzustatten. Die Stadt an der Seine verursacht bei vielen Besuchern, vor allem aus Japan das sogenannte Paris Syndrom. Offenbar wird den Japanern zu Hause ein sehr unrealistisches und maßlos beschönigtes Bild der Stadt Paris, der Stadt der Liebe, vermittelt. Wenn sie dann einmal in ihrem Leben die Reise ihres Lebens in die vermeintich schönste Stadt der Welt unternehmen, sind sie mitunter enttäuscht, um nicht zu sagen schockiert, weil Paris im Grunde schmutzig ist und stinkt.

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