Albanien – Im Land der Skipetaren

Albanien ein erneuter Besuch

Hoxha Pyramide, Tirana

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich vor ein paar Jahren schon einen kurzen Ausflug in die albanische Hauptstadt Tirana unternommen habe und dort mit offenen Armen empfangen wurde, wollte ich schon seit langem mal wieder in diese Region der Welt, in den wilden Balkan eintauchen. Damals hatte mich der freundliche Mann, der die Flughafenangestellten von ihrem Arbeitsplatz in die Stadt bringt, freundlicherweise mit ins Zentrum genommen. Diesmal erwartet mich mein Reiseleiter, ein freundlicher Albaner mit einer interessanten Mischung aus Begeisterung, Politikverdrossenheit, Hunger und Kompetenz in Geschichte.

Bunker in Albanien

 

 

 

 

 

Ich besuche Museen, Städte, alte Festungen und hübsche Strände und auf dem Weg sehe ich Tausende von Bunkern, die heute genau wie früher zu nichts Nütze sind. Mein Begleiter erklärt mir, dass die eigenartigen Verteidigungsanlagen, die Enver Hoxha zu Zehntausenden im ganzen Land hat bauen lassen, heute von den Anwohnern nach und nach auseinandergenommen und ihre Armierungen zum Bauen von sinnvollen Dingen genutzt werden.

Hafen von Durres

 

 

 

 

 

Nur zwischen Durres am Meer und der Hauptstadt Tirana gibt es ein wenig Industrie. Ansonsten ist das Land Albanien recht ärmlich und landwirtschaftlich geprägt. Landflucht, Arbeitslosigkeit und Korruption bringen meinen albanischen Freund dazu, nahezu pausenlos über die Politiker zu schimpfen. Das ist teils erfrischend, teils traurig mit anzuhören. Als Resumee bleibt jedoch zu sagen, dass sich aktuell einiges ändert und bessert.

 

Durres, Albanien

 

 

 

 

 

Ich freue mich über die Pyramide des Enver Hoxha, die nun dem Verfall preisgegeben ist. Gemeinsam mit einer Schar junger Leute erklimme ich die umstrittene Ruine im Statdzentrum von Tirana, die schon bald abgerissen werden soll. Ich staune über den George W. Bush Platz in Fushe Kruja, auf dem wohl die weltweit einzige Statue dieses kontrovers diskutierten Politikers steht. Und ich lerne die albanische Küche zu schätzen. Es gibt viel Fisch, bodenständige Gemüse und gutes Bier.

 

Kruja, Ausblick vom Skanderbeg Museum

 

 

 

 

 

Wer sich auf den Balkan verirrt, der sollte unbedingt das einst so abgeschottete Land Albanien besuchen. Die Menschen sind hier nach langer Zeit der Entbehrung erfinderisch und genügsam, aber fest entschlossen, ihre stolze Nation wieder zu altem Ruhm zu führen. Auch wenn es nur dreimal am Tag für eine Stunde Trinkwasser gibt, ist eine Rundreise durch Albanien ein tolles Erlebnis. Die Menschen haben natürlich Wassertanks, um auf diese Unzulänglichkeiten zu reagieren. Hin und wieder wird ein korrupter Arzt erschossen oder ein unangenehmer Richter in eine Gebirgsregion versetzt. Aber alles wird bald gut! Ich drücke Albanien die Daumen! Mehr erfahrt Ihr vielleicht bald in Band drei meiner Geschichtensammlungen.

Eure Beatrice!