Kirundo – Bei den schwimmenden Inseln
Im Norden von Burundi liegt die Stadt Kirundo. Von hier aus ist es nicht weit bis zu Grenze nach Ruanda. Vielleicht noch 15 Kilometer. Diese Grenze ist allerdings seit einigen Jahren geschlossen. Aber ich will ohnehin in Burundi bleiben, denn hier im Norden gibt es gleich zwei tolle Attraktionen: Die Krieger und die Vögel.


Über die Inhore Krieger habe ich schon im Nationalmuseum von Burundi etwas gelernt. Es war einst die königliche Armee mit der Mission, den Königspalast und die Landesgrenzen zu beschützen. Heute übernehmen diese Aufgaben andere, wobei der Schutz des Königspalastes mangels König ohnehin hinfällig ist.
Aber die Inhore Krieger gibt es weiterhin und sie pflegen die Kultur von Burundi, indem sie die Tänze der einstigen Krieger am Leben halten. Ich bin angemeldet für eine Darbietung und werde nicht enttäuscht. Der Tanz der Inhore Krieger in Kirundo ist ein Highlight meiner Reise.


Was ich dort über die Geschichte der Krieger und über die Bedeutung von Unterwäsche mit Leopardenmuster für die Aufrechterhaltung des Kulturerbes gelernt habe, werde ich in meinem nächsten Buch erzählen.
Die zweite Attraktion ist der Rwihinda See, der auch als La aux oiseaux, also als Vogelsee bekannt ist. Mit einem Boot und einem Buchhalter mache ich mich auf den Weg, um die verschiedenen Vogelarten auf einer Insel im See zu suchen. Und ich habe Glück: Das sind tausende Vögel, obwohl alle Zugvögel gerade in Europa sind. Ich sehe Eisvögel, Rotgesichtlöffler, Ibisse und Reiher. Sogar ein Pärchen von Seeadlern.


Auf dem See schwimmen Seerosen, aber auch kleinere Inseln. Von diesen sich bewegenden Inseln hat der See seinen Namen: Rwihinda.
Der Norden von Burundi ist also nur ein weiterer Grund, dieses schöne Land auf eure Bucket Liste zu setzen. Also ich war auf jeden Fall begeistert.
Eure Beatrice!


