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Berat – 1001 Fenster, oder doch mehr?

Berat – Unbekanntes Welterbe

Natürlich kenne ich nicht alle Orte, die auf der Liste der UNESCO stehen. Wenn ich allerdings die Gelegenheit habe, einen dieser Orte zu besuchen, dann ergreife ich sie. So habe ich bei meiner Vorbereitung auf meinen Ausflug nach Albanien erfahren, dass die Stadt Berat mit ihrer Burg auf der Welterbeliste steht.

Der Name sagte mir nichts. Jetzt bin ich schlauer. Berat hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich von einem Hagelsturm überrascht wurde, nachdem es den ganzen Tag über sonnig bei sommerlichen 28 Grad war. Glücklicherweise habe ich einen Unterstand gefunden und der Schauer war nach einer halben Stunde wieder vorüber.

Jetzt aber zu Berat: Auf den Berg oberhalb der Stadt steht eine Burganlage, die recht groß ist. Etwa 100 Familien leben noch immer in dieser Anlage in den teilweise über 500 Jahre alten Gebäuden. Eine der Kirchen stammt sogar noch aus der Zeit, als Albanien unter der Kontrolle der Byzantiner stand.

Kaiser Konstantin soll persönlich hier in Berat gewesen sein und später kamen zu den Kirchen auch noch einige Moscheen. Von der größten und schönsten, der roten Moschee, ist nur noch das Minarett übrig. Die dicken Festungsmauern sind eindrucksvoll, ebenso wie der Ausblick runter auf die Stadt Berat.

Diese hat mir sogar noch besser gefallen als die Burganlage. Berat ist bekannt als die Stadt mit den 1001 Fenstern, aber dabei handelt es sich um einen Übersetzungsfehler. Ich kann bestätigen, dass sich das albanische Wort für „1001 Fenster“ ziemlich genau so anhört wie „Fenster, eins über dem anderen“. Und das soll eigentlich gemeint gewesen sein. Wenn man unten im Flusstal steht und auf Berat schaut, das am Hang liegt, dann versteht man, warum.

Die Bauweise ist traditionell und offenbar typisch für diese Gegend. Berat ist extrem gut erhalten und das riesige Ensemble der traditionellen Häuser mit ihren Fenstern macht ordentlich was daher. Unten am Fluss gibt es übrigens ganz phantastische flache Kiesel, die man auf dem Wasser springen lassen kann. Es muss ein Paradies für Kinder sein, hier aufzuwachsen. Ich habe einige ältere Herren beobachtet, die wahre Meister im Steine-auf-Wasser-springen-lassen waren. Hut ab!

Schaut euch die Bilder von Berat an. Dann wollt ihr sicher auch mal dahin fahren. Ich habe mich auf jeden Fall gut amüsiert und den Ausflug sehr genossen.

Eure Beatrice!

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