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Oktober 2021

Tyros – So viele alte Steine

By Vielleicht bald noch mehr Geschichten No Comments

Tyros – Weltkulturerbe im Grenzgebiet

Von Tyros aus sind es nur noch 25 Kilometer bis nach Israel. Bis nach Palästina, sagen die Menschen hier. Hunderttausende palästinensische Flüchtlinge leben hier seit 1948 oder seit 1967 unter miserablen Bedingungen. Ihre barackenartigen Behausungen stehen teilweise nur fünf Meter von den im Vergleich dazu eleganten Wohngebäuden der Libanesen. Es gibt keine Hoffnung auf eine Rückkehr in die Heimat. Arbeiten dürfen die Palästinenser im Libanon nicht. Eine traurige Situation, gerade weil sie so aussichtslos erscheint und doch sicher mit etwas gutem Willen lösbar wäre.

Aber ich bin natürlich nicht nach Tyros gefahren, um mir elende Wohnviertel anzusehen. Mein Ziel in Tyros sind die Ruinen, die seit 1984 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes stehen. Davon gibt es hier sogar jede Menge. Zuerst bringt mich mein Fahrer zum Hippodrom. Hier gibt es einen Parkplatz, der allerdings völlig leer ist. Jemand verkauft Eintrittskarten, die umgerechnet weniger als 50 Cent kosten. Das ist wohl auch der Inflation geschuldet. Das Tourismusministerium kommt wohl mit der Preisanpassung nicht so schnell nach wie der Bäcker um die Ecke und der Schuhverkäufer.

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Tripoli – Versteckte Schätze in einer schmutzigen Stadt

By Vielleicht bald noch mehr Geschichten No Comments

Tripoli – Manchmal knallt es. Dann bleiben wir zuhause.

Tripoli liegt etwa 80 Kilometer nördlich von Beirut an der Küste des Libanon. Weniger als 25 Kilometer entfernt liegt die syrische Grenze. Tripoli ist allerdings eine der ältesten Städte im Libanon und zudem die zweitgrößte, also steht sie auf meinem Reiseprogramm.

Tatsächlich warnt das Auswärtige Amt vor Reisen nach Tripoli. Mein Reiseleiter sagt jedoch, dass das übertrieben ist. „Manchmal knallt es in Tripoli, wenn die Alawiten und die Sunniten sich wieder mal wegen irgendeiner Beleidigung auf politischer Ebene hassen. Aber meistens ist alles ruhig und die Stadt ist ganz normal. Wenn es knallt, bleiben wir halt zuhause, bis sich die Lage beruhigt.“ Ich sehe sogar einige Panzer mitten in der Stadt. Es wirkt aber so, als seien diese nur zur Abschreckung hier geparkt. Die Soldaten sitzen in ihren kleinen Kabinen und rauchen oder schwatzen.

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