Burundi – Unterwegs zwischen Kongo und Nil
Zugegeben, Burundi hat nicht so viele Sehenswürdigkeiten wie seine Nachbarländer Ruanda oder Tansania. Aber auch hier gibt es einiges zu sehen. Man muss sich nur auf den Weg machen und sich darauf einlassen. Dass ich wieder mal ohne Koffer unterwegs bin, macht die Reise im Grund nur interessanter.


Im Süden von Burundi befindet sich die Wasserscheide zwischen Kongo und Nil, zwei gigantischen Flüssen, die jeder kennt. Jahrzehntelang haben Forscher und Eroberer aus Europa nach den verschiedenen Quellen der beiden Flüsse gesucht und sind dabei auch oftmals fündig geworden. Nicht wenige sind dabei irgendwo im Urwald verschollen oder an interessanten Krankheiten gestorben. Über diese Herrschaften spricht heute kaum noch jemand.
Viele haben also verschiedene Nilquellen gefunden. Ist ja logisch, dass so ein riesig langer Fluss mehr als eine Quelle hat. Eine Herausforderung war es also, die südlichste Nilquelle zu finden und das hat Dr. Burkhart Waldecker 1934 nach vier Jahren Wanderung in den Wäldern und Wüsten zwischen Ägypten und Burundi.


Er hat sich so sehr darüber gefreut, dass er eine kleine Pyramide errichtet hat. Weder die Quelle noch die Pyramide sind besonders eindrucksvoll, aber es gibt hier ein paar gute Geschichten zu hören. Und es ist doch schon mal cool, direkt an der Wasserscheide zwischen Kongo und Nil zu stehen. Beim Zusammenfluss des weißen (das ist dieser hier) und des blauen Nils war ich ja auch schon einmal. Jetzt müsste ich mir nur noch das Nildelta, also die Mündung anschauen. Mal sehen, wann ich dafür Zeit finde.


Eine weitere Attraktion im Süden von Burundi sind die Karera Wasserfälle. Es sind fünf Wasserfälle, die selbst jetzt, zu Beginn der Trockenzeit, noch recht ansehnlich sind. Eine wunderschöne Landschaft umgibt die Fälle. Sie befinden sich in einem Naturpark, den an diesem Nachmittag keine anderen Touristen besuchen. Ich habe die Wasserfälle und die Hängebrücke ganz für mich alleine. Das ist auch einer der Vorteile bei einer Reise durch Burundi: Man muss sich das Land mit kaum anderen Besuchern teilen.
Weiter geht es nun Richtung Hauptstadt: Gitega.
Eure Beatrice!


