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Qasigiannguit – Endlich Sonne

Qasigiannguit – Am Rande der Diskobucht

Qasiannguit empfängt mich an diesem Donnerstag im August mit dem Wetter, das sich alle Grönland-Reisenden wünschen: strahlender Sonnenschein. Es sind zwar nur etwa 10 Grad Celsius, aber dank der Sonne kann ich ohne Mantel herumlaufen und fühle mich pudelwohl.

Die Sonne glitzert auf dem tiefblauen Meer, auf dem ein paar Eisberge an der Stadt vorbei treiben.

Qasigiannguit ist eine typische grönländische Stadt mit bunten Häuschen, die in der Sonne noch schöner wirken als an den nebligen Tagen vorher. Außerdem gibt es im Zentrum eine kleine Kirche und einen Supermarkt.

In Qasigiannguit hat sogar das Museum geöffnet, also schaue ich mir die Ausstellung an, die sich mit der Geschichte Grönlands und seiner Besiedlung sowie mit der Jagd, der Fauna und der Flora des Landes befasst. Das Museum befindet sich in drei Gebäuden, die selbst zu den ältesten des Ortes gehören und damit Teil des Museums sind.

In Qasigiannguit leben besonders viele Schlittenhunde und sie veranstalten einen Lärm, den man sich kaum vorstellen kann. Fängt mal einer an zu jaulen, stimmen Dutzende mit ein und ihr Heulen ist im ganzen Ort zu hören. Die jungen Hunde sind nicht angeleint und dürfen herumtollen, wo sie wollen. Einer der älteren Hunde hat sich entweder losgerissen oder er gilt als ungefährlich und streift auf den Straßen umher. Glücklicherweise begegnet er mir mit herzlicher Gleichgültigkeit und lässt sich sogar fotografieren.

Ich versuche mir vorzustellen, wie es hier wohl im Winter aussieht. Das Hafenbecken zugefroren, Schnee, der so dick ist, dass man mit Hundeschlitten darüber fahren kann, nur wenige Stunden Helligkeit am Tag. Es ist schwierig in dieser bunten sonnenverwöhnten Ortschaft die Fantasie aufzubringen. Und wahrscheinlich werde ich Grönland im Winter niemals sehen. Das ist einfach nicht meine Welt.

Eure Beatrice!

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