Qeqertarsuaq – Im Land der Eisberge
Eines der Highlights in Grönland ist sicherlich die Tatsache, dass es hier Eisberge gibt. Und zwar nicht wenige. In allen Formen und Größen. Vom Kleinwagen bis zur Sydneyoper ist alles dabei. Wer diese Eisberge sehen will, kann das ganz besonders eindrucksvoll in der Diskobucht tun und zwar nicht nur rund um die Bucht herum, sondern auch auf der Diskoinsel.


Auf dieser Insel befindet sich die ehemalige Hauptstadt von Nordgrönland: Qeqertarsuaq. Mit 900 Einwohnern ist es eine typisch grönländische Stadt. Oder eben ein Dorf, wenn man es genau nimmt. Es gibt eine Kirche, eine Schule, einen Helikopterlandeplatz, einen Supermarkt und sogar einen Fußballplatz. Letzterer ist topmodern mit Kunstrasen.
Das Schönste an Qeqertarsuaq ist aber unbestreitbar der schwarze Strand, was eine Seltenheit in Grönland ist. Die Insel ist ja eigentlich nicht vulkanisch. Hier aber gab es mal vulkanische Aktivität und daher die Überreste davon: Basalt und dunklen Sand. Vor dem schwarzen Sand erstreckt sich das blaue Meer, in dem eindrucksvoll die weißen Eisberge schwimmen. Sie kommen von Osten und treiben raus auf den Atlantik.


Daher war mir auch instinktiv klar, warum die Diskoinsel ihren Namen trägt. Ganz klar: Weil die vielen Eisberge im Sonnenlicht wie Diskokugeln funkeln. Umso mehr hat es mich erschreckt, dass niemand weiß, woher die Diskoinsel und die Diskobucht ihre Namen haben.
Der Name Qeqertarsuaq bedeutet übrigens „große Insel“. Das passt irgendwie auch, ist aber langweilig.


Wenn man am Fußballplatz vorbei spaziert, was an dem traumhaften Strand mit der grandiosen Aussicht auf die Eisriesen wie im Flug vergeht, kommt man irgendwann zu einem kleinen Wasserlauf und dahinter führt ein schlecht erkennbarer Wanderweg etwa einen Kilometer zu einem Wasserfall hin. Der Weg führt durch arktische Landschaft voller Flechten, Moose, winziger Sträucher und Bodendecker. Einige sind schön bunt. Aber so richtig üppig ist die Vegetation hier natürlich nicht.
Die Diskoinsel mit Qeqertarsuaq ist definitiv ein Highlight auf meiner Reise und ich kann mein Glück nicht fassen, dass ich bestes Sommerwetter hatte und mich in meiner Theorie zur Namensgebung der Diskoinsel bestätigt gefühlt habe.
Eure Beatrice!


