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Santa Cruz – Auf geht’s nach Galapagos

By 28. Juli 2021Allgemein

Santa Cruz – Willkommen im Paradies

Die Insel Baltra ist nördlich der Insel Santa Cruz gelegen. Sie ist winzig klein, selbst im Vergleich zu der selbst nicht gigantischen Insel Santa Cruz. Auf Baltra befindet sich aber immerhin einer von zwei Flughäfen, welche die Galapagos Inseln bedienen. Dort bin ich gelandet und habe mich dann von einem Bus zum Bootsanleger fahren lassen. Ich unternehme nämlich auf den Galapagos Inseln die zweite Kreuzfahrt meines Lebens. Sicherlich wird sie vollkommen anders als die Kreuzfahrt auf dem Nil vor elf Jahren.

 

Der Bootsanleger erfüllt schon fast alle Erwartungen, die ich an die Galapagos Inseln hatte, denn auf den Felsen daneben sitzen Marine-Iguanas und Pelikane. Unter dem Anlegesteg gähnen drei Seelöwen vor sich hin und schauen gelangweilt den Touristen zu, die in kleine Schlauchboote steigen.

 

Das Schlauchboot bringt mich zu meinem Kreuzfahrtschiff, einem kleinen Kahn mit 10 Kabinen, der Platz für 16 Personen bietet. Die Crew ist ganz aufgeregt, nach 15 Monaten Zwangspause endlich wieder Touristen befördern zu dürfen. Ich bin auch heilfroh, dass es mit den Galapagos-Inseln so reibungslos funktioniert hat, nachdem mich Äthiopien so kurzfristig im Stich gelassen hat.

Den Nachmittag verbringe ich auf der Insel Santa Cruz, an einer viel schöneren Stelle als dem Bootsanleger. Die Bucht nennt sich Bachas Bay und ist perfekt für einen Schnorchelausflug vom Strand aus ins seichte Wasser geeignet. Zunächst aber mache ich mich zu Fuß auf den Weg, um ein wenig die Bucht zu erkunden. Es erwartet mich ein Marine-Iguana, das am Strand nur auf Fotografen zu warten scheint. Riesige Libellen schwirren umher und auf den schwarzen Lavafelsen, die vom Meer umspült werden, sitzen dutzende von rötlichen Krabben.

Der weiße Sand, die tiefschwarzen Lavafelsen und das blaue Wasser bilden das perfekte Farbensemble. Davor noch das Iguana, das sich in der Sonne ausgestreckt hat. Fantastisch. Ein kurzer Spaziergang bringt mich zu einer kleinen Lagune, wo tatsächlich ein prächtiges rosa Flamingo sein Gefieder putzt. Eines nur, aber es ist ein Flamingo und es könnte kaum leuchtender rosa sein. Unter einem Strauch steht ein Reiher und wirft dem Flamingo boshafte Blicke zu, an denen sich das Flamingo allerdings nicht im geringsten stört.

Beim Schnorcheln begegnet mir eine gigantische grüne Meeresschildkröte, die nichts davon zu wissen scheint, dass Touristen von den Tieren zwei Meter Abstand halten müssen. Sie blickt mich neugierig an und schwimmt direkt auf mich zu. Entsetzt darüber, wie stümperhaft meine Schwimmbewegungen sind, dreht sie dann elegant nach schräg unten ab, damit wir nicht kollidieren. Ein wunderschönes Tier.

Schon nach einem halben Tag bin ich von den Galapagos Inseln restlos begeistert. Ich kann mir nichts vorstellen, das einem Naturparadies näher kommt. Die Tiere sind so glücklich hier, dass sie sich überhaupt nicht daran stören, wenn menschliche Besucher auftauchen. Und das soll mir in den nächsten Tagen noch mehrfach sehr deutlich bewusst werden.

Eure Beatrice!

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