Venezuela – alles ist illegal und so schön grün

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Von Venezuela kommen nach Deutschland in den letzten Tagen nur negative Neuigkeiten. Einige Tote bei Aufständen und Toilettenpapierknappheit beherrschen die Pressemeldungen. Höchste Zeit, ein paar gute News aus diesem schönen Land in Südamerika nach Hause zu bringen.

Venezuela hat nicht nur den höchsten Wasserfall dieser Welt zu bieten, sondern auch sonst jede Menge Sehenswürdigkeiten, die meist sehr grün und oft sehr nass sind. Auf dem Weg zum berühmten Salto Angel und zu den Tepuis im Canaima Nationalpark wurde ich gründlich mit den Wassern des Rio Carao und des Rio Churún gewaschen. Zugegeben, es braucht gutes Sitzfleisch, wenn man sich die fünfstündige Fahrt im hölzernen Boot antun möchte. Als ich dann aber schweißgebadet über Stock und Stein zum Aussichtspunkt hinauf geklettert war, konnte ich nur darüber staunen, dass ich tatsächlich der Meinung war: es lohnt sich!!

Ein weiteres wunderschönes Gewässer ist die Lagune von Canaima. Um sie zu erreichen musste ich in einer Cessna, kaum größer als ein VW-Bus mit Flügeln, alle meine Kräftepelikan

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aufbringen, um meinen Mageninhalt bei mit zu behalten (leider erfolglos), denn eine Straße nach Canaima gibt es nicht. Wahrscheinlich ist die Lagune mit ihrem rötlich gefärbten Wasser deshalb auch noch so wunderschön. Fünf spektakuläre Wasserfälle fallen vom Rio Carao in diese Lagune und wer sich mal so richtig nass machen möchte, der kann entweder in der Lagune baden oder eine Wanderung hinter, unter und über den Wasserfällen Salto Sapo und Salto Hacha unternehmen.

In den Städten Venezuelas habe ich mich nur wenig aufgehalten. Caracas soll recht gefährlich sein. Nicht nur, dass hier aktuell Studenten demonstrieren und der ein oder andere schon verletzt und erschossen wurde, auch die Kriminalitätsrate ist hier angeblich noch höher als in Frankfurt am Main. Heißes Pflaster also. Dazu kommt noch, dass man immer wieder an den kleinen Kiosken in Caracas Hundefleisch statt Rindfleisch angedreht bekommt. Wie man sich dagegen schützt erfahrt

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Ihr aber erst Ende des Jahres, wenn mein drittes Buch erscheint, in dem auch Venezuela Thema ist.

Um noch ein wenig auf meinem Leithema des grünen und nassen Venezuela herum zu reiten: Der Oricono ist ebenfalls ein sehr sehenswertes Gewässer. Hier sollte man jedoch nicht schwimmen, denn es gibt Piranhas. Überprüfen konnte ich das leider nicht, denn das Piranha-Angeln, das auf meinem Programm stand, war vollkommen erfolglos. Zweimal hat ein Tier unter Wasser den Köder von meiner Angel geknabbert. Ich

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habe also vielleicht Piranhas gefüttert,aber nicht geangelt. Am Abend musste ein Rotbarsch dran glauben.

Nicht ganz so schön wie in Kuba, aber dennoch klassisch sind die alten Wagen, die in Venezuela unterwegs sind. Hin und wieder sieht man eine besonders kreative Lösung für ein technisches Problem, wie hier der Aufkleber auf dem gigantischen Rostfleck. Bei den Spritpreisen und den traumhaften Wechselkursen auf dem Schwarzmarkt würde vielleicht auch ich eine amerikanische Luxuskarosse fahren. Vielleicht auch nicht.

zt ist Venezuelas Geschichte spannend. Vor allem die letzten dreißig Jahre bieten Stoff für das ein oder andere Highlight in meinem Kapitel über Venezuela. An dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an Matthias und Yaritza von www.mochitours.com, die diese tolle Reise mit einigen wertvollen Details gespickt haben.

Entweder fahrt Ihr also nach Venezuela und überzeugt euch selbst, oder Ihr wartet bis “Traumziel: Weit weg!”, der Band drei meiner Weltreisegeschichten im Sommer 2014 im Schardt Verlag erscheint.schildklein

Hasta Luego!!!

Eure Beatrice!

 

 

 

 

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