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Kurz und schmerzlos

Nürnberg – Zwischen Henkerturm und Reichsparteitag

By Kurz und schmerzlos No Comments

Nürnberg – Sommer, Altstadt, Nazirally, Düre

Es musste erst eine globale Pandemie um sich greifen, dass ich auf die Idee komme, auch mal in der näheren Umgebung ein paar Tage zu verbringen. Nürnberg ist sicherlich eine der schönsten Städte in Deutschland und ich wollte da unbedingt mal hin, allerdings erst, wenn ich so gebrechlich bin, dass ich mich nicht mehr in einem Flugzeug bis nach Abu Dhabi quälen kann.

Nürnberg hat viele Aspekte. Mich haben vorrangig die historische Altstadt und das Reichsparteitagsgelände interessiert, zumindest mal für meinen verfrühten ersten Besuch in Nürnberg. Das Reichsparteitagsgelände ist riesig. Es wurde geplant für die glorreiche Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, die niemals eintrat. Gebaut wurde ein Teil einer gigantischen Indoor-Arena für 50.000 Besucher, die fast wie das Kolosseum in Rom aussieht und eine endlose Prachtstraße für beispiellose Militärparaden, die nie genutzt wurde.

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Santo Domingo – kolonialer Charme in der Dominikanischen Republik

By Kurz und schmerzlos No Comments

Santo Domingo und Boca Chica

Irgendwie ist es mir diesmal gelungen, auf dem Weg zu meinen Verwandten in den USA einen mehrtägigen Zwischenstopp im Süden der Dominikanischen Republik einzuschieben. Die Flugverbindung war zwar nicht unbedingt perfekt, aber sie hätte auch deutlich schlechter sein können. Mit dem Besuch in Santo Domingo bin ich nun schließlich in 123 Ländern gewesen. Eine schöne Zahl, um das Jahr 2019 abzuschließen.

Das eigentliche Ziel dieser Tour waren gleichermaßen die koloniale Stadt Santo Domingo und die herrlichen Wetterverhältnisse in der Dominikanischen Republik um diese Jahreszeit. Der Jahreswechsel geht ja in Deutschland immer mit jeder Menge Kälte und Dunkelheit vonstatten. Auch in Las Vegas würde mich Kälte erwarten, wenn auch immerhin bei Sonnenschein. Das Wetter in Santo Domingo und in Boca Chica, dem Touristenstädtchen an der Südküste, wo ich ein recht erschwingliches Hotel gefunden hatte, hielt, was es versprach. Es war die ganze Zeit über warm bis heiß. Sogar das Meerwasser war angenehm und ich konnte mich absolut nicht beklagen.

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Katar – Baustelle im Umluftherd

By Kurz und schmerzlos No Comments

Qatar Airways bringt mich auf die Idee, aus einer Zwischenlandung einen Kurzurlaub zu machen und zwei Übernachtungen in Doha einzuplanen um mir die Hauptstadt des kleinen Wüstenstaates etwas genauer anzusehen. Schon an dem Schalter, wo man das Visum erhält, wird man Zeuge modernster Technik: Ein Visum kann nur erwerben, wer entweder eine Visa oder eine Mastercard besitzt. Hinterweltler, die eine American Express Karte haben oder auf Bargeld schwören, kommen also garnicht erst rein. Mein nepalesischer Guide versichert mir, dass ich alles, was hier in irgendeiner Weise sehenswert ist, locker innerhalb von vier Stunden sehen kann. Doha wurde also quasi als Stopover Destination gebaut.

Hier ist der Winter mit Höchsttemperaturen von 35ºC schon recht sommerlich aber der Sommer, der nun beginnt, kann mit Temperaturen um die 55ºC wirklich beeindruckend sein. Ich fühle mich wie in einem Umluftherd: Es ist heiß und es weht konstant ein heftiger Wind. Vor dem Flughafengebäude rettet mich ein Angestellter der Flughafensicherheit davor, in ein illegales Taxi einzusteigen. Beinahe liebevoll tätchelt er die Wange des illegalen Taxifahrers und sagt zu ihm auf Englisch „Du weisst doch, dass du das nicht darfst!“

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Istanbul – Apfeltee am Bosporus

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Istanbul – Katzen in der Kirche, Hunde im Palast

Alle meine Besuche in Istanbul kamen bisher so zustande, dass ich einen Flug mit Turkish Airlines hatte und den Stoppover in Istanbul ein wenig ausgedehnt habe. So auch dieses Mal. Der einzige Haken: In Istanbul ist der neue gigantische und groß angepriesene Flughafen nun nicht mehr einen Katzensprung von der Innenstadt entfernt, sondern fast 50 Kilometer. Das Ungetüm ist zwar fertig gestellt, aber die Bahnanbindung noch nicht. Es verkehrt ein Bus, der aber mindestens 90 Minuten lang unterwegs ist. Für alle Taxifahrer ist das natürlich ein ungeheurer Glücksfall, denn sie können eigentlich verlangen, was sie wollen. Und das tun sie auch.

Erst einige Wochen vor der Reise konnte ich eine Webseite finden, auf der Transfers für weniger als 50 Euro angeboten wurden. Istanbul empfängt mich an diesem Wochenende Ende Oktober mit einem angenehmen Klima, morgens etwas frisch, mittags um die 20 Grad und halbwegs sonnig. Ich besichtige die Hagia Sophia, einerseits, weil sie mir beim letzten Mal so gut gefallen hat und andererseits weil ich Gerüchte gehört habe, dass sie wieder in eine Moschee umgewandelt werden soll. Bei einem Präsidenten wie dem aktuellen, weiß man nie, ob solche Projekte nicht tatsächlich umgesetzt werden. Die Hagia Sophia ist noch immer wunderschön.

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Thessaloniki – Enge Gassen und unhygienische Kirchen

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Thessaloniki – Schlecht gelaunte Griechen und gut gelaunten Katzen

Die Stadt Thessaloniki stand nicht unbedingt auf meiner Reiseliste. Ich mochte nur irgendwie den Namen. Der klingt so typisch griechisch. Zudem waren die Flüge zu den griechischen Inseln irgendwie unpraktisch und langwierig… also fiel die Wahl kurzfristig auf Thessaloniki. Einfach mal schauen, was es da zu sehen gibt. Griechenland ist schließlich Griechenland und sollte voller Altertümer stecken!

Zunächst muss ich Thessaloniki ein wenig rügen, denn die ersten Menschen, die mir begegnet sind, waren alle ausnahmslos schlecht gelaunt und geradezu mürrisch. Der Taxifahrer war griesgrämig, kurz angebunden und unfreundlich. Der Mann am Hotelempfang stand ihm in nichts nach. Schließlich war auch noch die Eintrittskartenverkäuferin an der Rotunde sehr wortkarg und schaute mich an, als hätte ich ihre Schwester erschlagen.

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Lissabon – Erdbeben, Tsunami, Feuer – lobet Gott!

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Lissabon – Auch bei wolkenverhangenem Himmel dramatisch schön!

Nach einem langen und trockenen Sommer regnet es in Lissabon an diesem Wochenende im September seit langer Zeit zum ersten Mal. Unglücklicherweise habe ich mir dieses Wochenende für meinen Besuch ausgesucht. Dicke Wolken hängen über der schönen Altstadt und sorgen für einen Hauch Dramatik auf den Fotos.

Ich bin mal wieder überrascht, wie hässlich manche Stadtteile von Lissabon sind und wie wunderschön und fotogen dafür Alfama und die Umgebung der Festung sind. Von der Festung Sao Jorge aus ist der Blick auf die Stadt auch bei wolkigem Himmel einfach hübsch. Nach einem typisch portugiesischen Mittagessen, das natürlich Bacalau beinhaltet, fängt es dann so richtig an zu schütten. Daher habe ich einige Stunden dieses wasserspendenden Samstages im Hotel verbracht. Schande über mich.

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Zürich – Seeblicke und Einblicke in die Schweizer Kultur

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Zürich – Sommer, Sonne, Schwingerfestival?

Die Schweiz ist neutral und hat eine ganz eigene Demokratie mit vielen Volksentscheiden. Sie verhält sich fast immer so neutral wie möglich, wenn es um Streitigkeiten geht. Die Schweizer streiten wohl nicht gerne  und sie haben auch kein Interesse daran, dass sich alle anderen streiten. Sie wollen ihre teuren Uhren in alle Welt verkaufen und haben in den vergangenen Jahrzehnten alle Bankenkunden mit offenen Armen empfangen ohne viele Fragen zu stellen. Das Konzept hat definitiv gut funktioniert. In Zürich habe ich in diesem Sommer an einem Wochenende mehr Luxusautos gesehen als an einem Wochenende in Dubai – und das will schon was heißen.

Auch wenn die Banken in der Schweiz nun strengeren Auflagen gehorchen müssen, findet die Schweiz doch immer einen diplomatischen Weg, um innerhalb von Europa eine Sonderstellung einzunehmen. Alle mögen die Schweizer, denn sie sprechen viele Sprachen und das auch noch mit einem zauberhaften Akzent und sie sind bekannt als freundliche und friedliche Zeitgenossen. Die Schweizer sind quasi die Kanadier Europas. Nur etwas blonder und nicht ganz so gut im Eishockey.

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Brügge – schöne flämische Fassaden, bestes belgisches Bier

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Brügge sehen aber nicht sterben

Die schöne belgische Stadt Brügge liegt gerade mal drei Stunden von meinem Zuhause entfernt. Trotzdem habe ich fast 40 Jahre gebraucht, um einmal dahin zu fahren. Ich hatte schon viel über Brügge gehört, hauptsächlich, dass es im Grunde so schön ist wie Brüssel, nur eben kleiner und deshalb romantischer. Nun kenne ich mich mit Romantik so überhaupt nicht aus und konnte mit dieser Beschreibung nichts anfangen. Ein weiterer Grund, mir Brügge persönlich anzusehen.

Ich hatte mir für meinen Besuch in Brügge ein für meine Verhältnisse untypisch teures und elegantes Hotel ausgesucht. Das Gebäude stammte aus dem 18. Jahrhundert, hatte eleganten Stofftapeten, goldenen Polstersesseln und eigenartige Skulpturen. Die gewölbeartigen Kellerräume, in denen ein großzügiges  Frühstück mit frischen Himbeeren und Erdbeeren, sechs verschiedenen Brotsorten und interessanterweise Feigen serviert wird, waren bereits im 14. Jahrhundert hier. Damals jedoch vermutlich ohne Feigen. Der Herr, dem das Etablissement gehört, scheint auch aus einem anderen Jahrhundert zu stammen. Auf jeden Fall ist er fast schon altmodisch höflich.

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