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Sehnsucht nach Überall

Korhogo – Im Norden der Elfenbeinküste bei den Fetischpriestern

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Korhogo und seine heiligen Steine

In Korhogo, im Norden der Elfenbeinküste, schlägt der Puls etwas langsamer als in der geschäftigen Stadt Abidjan im Süden. In Korhogo ist es etwas trockener aber auch etwas heißer als im Süden und die Menschen hier gehören anderen Volksgruppen an als weiter südlich. Wer einen guten Eindruck von der Vielfalt der Elfenbeinküste erhalten will, der muss also auch den Norden und Korhogo besuchen.

Das habe ich natürlich getan. Die Stadt hat ein lebendiges Zentrum mit einem überfüllten Markt, auf dem alles Mögliche angeboten wird. Es gibt eine Moschee und jede Menge Gebäude, die überhaupt nicht schön sind. Der Charme Korhogos liegt rund um die Stadt herum in den Landschaften, Dörfern und Wäldern beziehungsweise Savannen. Eine der Hauptattraktionen ist der heilige Wald von Korhogo, der überhaupt kein Wald ist. Read More

Boundiali – der Norden der Elfenbeinküste

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Boundiali und seine verschiedenen Völker

Die Ortschaft Boundiali liegt etwa 30 Kilometer westlich von Korhogo im Norden der Elfenbeinküste. Das Städtchen hat um die 40.000 Einwohner und wirkt eher verschlafen und gemütlich. Nicht viele Besucher aus anderen Ländern kommen hierher. Ich habe in Boundiali auf jeden Fall niemanden gesehen, der auch nur entfernt an einen Touristen erinnert hat.

Boundiali hat eine kleine Moschee und einen geschäftigen Markt, auf dem es viele verschiedene Gemüse und im April vor allem Mango in allen erdenklichen Farben und Größen gibt. Mein Reiseleiter hat irgendwo an der lehmigen Piste, die Boundialis Hauptstraße darstellt, ein traditionelles Restaurant gefunden, in dem ich ein Mittagessen einnehmen konnte. Die Kellnerin kam erst gar nicht auf die Idee, mir die Speisekarte zu geben, um dann anschließend zu erklären, dass es die ersten sieben Gerichte, die ich bestellen will, nicht gibt. Stattdessen sagte sie mir einfach gleich, welche beiden Gerichte verfügbar waren. Eine clevere Frau. Ich entschied mich für Hühnchen in Erdnusssauce mit Reis und Erbsen. Eine hervorragende Wahl, wie sich herausgestellt hat. Vor allem die Erdnusssauce war großartig im Café 647. Read More

Sheki – Die Hauptstadt der Süßigkeiten im Kaukasus

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Sheki oder Shaki – das ist nur eine der Fragen

Die Stadt Sheki oder Shaki wird mit einem auf den Kopf gestellten E geschrieben, das wie ein Ä ausgesprochen wird. Daher haben die Transkriptoren dieser Welt ihre Schwierigkeiten mit der aserbaidschanischen Sprache. Schreiben wir lieber Sheki oder Shaki? Das kommt darauf an, ob es für Deutsche, für Engländer oder für Finnen transkribiert wird und dann natürlich auch auf die Laune der Transkriptoren. Im Hotel Sheki Palace steht auf den Schampooflaschen Sheki und auf den Fläschchen mit dem Duschgel Shaki.

Nachdem ich die Transkriptionsfrage etwas ungeklärt vorgefunden habe, gab es viel zu sehen in Sheki. Der Khanspalast ist wahrscheinlich das schönste Gebäude in der Stadt. Er liegt umgeben von einer ziemlich stabilen Mauer etwas oberhalb des Stadtzentrums. In diesem wunderschönen und gut erhaltenen Palast hat der ehemalige Khan von Sheki seine Sommer verbracht. Read More

In N’Dara braucht man Geduld, aber kein Telefon

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N’Dara – Feuertänzer ohne Handyempfang

Das Dorf N’Dara liegt in der Nähe von Boundiali etwa 30 Kilometer von Korhogo im Norden der Elfenbeinküste. Es ist über eine verhältnismäßig gute Schotterpiste erreichbar, zumindest an Tagen, an denen es nicht allzu stark regnet. Pünktlich um 15 Uhr erreichen wir N’Dara, wo wir angekündigt waren und wo für uns der berühmte Feuertanz aufgeführt werden sollte.

Selbstverständlich ist um 15 Uhr niemand da bis auf ein paar Herren, die sich in ihren Schaukelstühlen hin und her wiegen, eine Horde spielender Kinder und fast genauso viele Schweinchen, die umher flitzen und sich in den Pfützen suhlen. Mein Reisebegleiter informiert mich darüber, dass wir zwar für 15 Uhr eingeladen und angekündigt waren, dass er aber normalerweise immer jemanden anruft, um die pünktliche Ankunft zu bestätigen. Read More

Baku – Uralt und brandneu – eine aufregende Mischung

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Baku – zwischen Topmoderne und alten Legenden

Baku ist eine der Boomstädte des vergangenen Jahrzehnts. Wer heute die Metropole am kaspischen Meer besucht, der wird überwältigt von modernen Wolkenkratzern, kreativen Bauten auf Glas und Stahl, einem Lichtermeer, das kaum bunter sein könnte und einer sehr sauberen und hübsch renovierten Altstadt, die auf eine sehr alte Geschichte verweist. Der Charme von Baku liegt wohl irgendwie in dieser Mischung aus topmodernen Gebäuden und uralten sagenumwobenen Gebäuden aus der Zeit der Seidenstraße.

Besonders eindrucksvoll sind natürlich die drei Türme, die als Flammentürme bekannt wurden. Sie haben die Form von drei emporzüngelnden Flammen und wechseln bei Nacht stetig die Farbe. Mal ist die aserbaidschanische Flagge auf den Fassaden der drei Glasriesen zu sehen, mal scheint rötliches oder bläuliches Feuer zu fackeln. Die modernen Bauwerke sind von fast überall in Baku zu sehen. Read More

Niofoin – ein zauberhaftes Dorf im Norden der Elfenbeinküste

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In Niofoin leben die Fetische im schönsten Haus des Dorfes

Niofoin ist ein Dorf im Norden der Elfenbeinküste ganz in der Nähe von Boundiali, etwa eine Fahrtstunde von der Stadt Korhogo entfernt. Falls Ihr keinen dieser drei Namen jemals vorher gehört habt, so ist das keine Schande, denn mir ging es genauso, bis ich mich schließlich für die Reise an die Elfenbeinküste entschieden habe und mir angeschaut habe, was es dort alles zu sehen gibt. Es hat sich herausgestellt, dass Niofoin unbedingt auf meiner Reiseroute stehen sollte, weil es da ein so zauberhaftes Fetischhaus gibt.

Niofoin ist ein Dorf, in dem Menschen vom Stamm der Senoufo leben. Diese Volksgruppe habe ich vor ein paar Jahren bereits in Burkina Faso angetroffen und ich habe in Niofoin ihre raffinierten Speicherbauten aus Lehm und Kuhdung wiedererkannt. Diese stehen auch hier in Niofoin zwischen den runden Wohnhäusern, in denen die Frauen leben und den eckigen Häusern, in denen die Männer wohnen. Read More

Grand Bassam – Strand, UNESCO und Trachten

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Grand Bassam – koloniales Erbe und beinahe Geisterstadt

Die Stadt Grand Bassam war einst die Hauptstadt der französischen Kolonie Côte d’Ivoire, also der Elfenbeinküste. Irgendwann brach dann eine schlimme Gelbfieberepidemie aus, woraufhin die Franzosen entweder starben oder Grand Bassam verließen. Es wurde eine andere Hauptstadt gegründet.

Bevor diese schlimme Epidemie ausbrach, hatten die Franzosen aber schon eine ganze Menge an Gebäuden in Grand Bassam errichtet. Diese stehen unweit eines recht schönen Sandstrandes und verfallen seither mehr oder weniger. Viele stehen nun schon seit ein paar Jahrhunderten leer. Andere werden von den Menschen genutzt. Die Stadt unterteilt sich heute in Neu-Bassam und Alt-Bassam, wobei letzteres aufgrund der vielen noch erstaunlich gut erhaltenen Kolonialbauten seit 2012 unter Denkmalschutz und auf der Liste des UNESCO-Welterbes seht. Read More