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Vielleicht bald noch mehr Geschichten

Faqra – Ein einsamer Tempel wartet auf Besucher

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Faqra – Ägyptische und römische Ruinen im Skiparadies

Der Faqra Tempel liegt außerhalb des gemütlichen Dorfes Kfardebian. Um nach Kfardebian zu kommen, gibt es zwischen Beirut und Jounieh irgendwo eine Abfahrt in Richtung Landesinneres. Diese Straße ist sehr kurvenreich und schlängelt sich langsam bergan. Hier befinden sich mehrere Wintersportorte, in denen im September allerdings noch kein Schnee liegt. Ich kann spüren, dass es ein paar Grad kühler ist, als an der Küste, aber es ist noch immer sommerlich warm.

An der Hauptstraße stehen ein Wachturm, ein winziger Tempel und ein Turm, der einst dazu gedient hat, ein weithin sichtbares Feuer zu beherbergen. Schließlich wollten die Römer, die ihn gebaut haben, dass Karawanen und Händler die Siedlung schon von Weitem sehen können. Der Wachturm dient offenbar Jugendlichen aus der Gegend am Abend als Zuflucht, denn neben den mächtigen Steinblöcken, die teilweise noch aufeinander stehen und teilweise verstreut um den Turm herumliegen, sind Zigarettenkippen, Bierflaschen und Keksschachteln zu finden. Leider werden offenbar Teile des Wachturms als Toilette genutzt.

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Tunis – Bunte Medina und französischer Sumpf

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Tunis – Gut versteckte Restaurants hinter gelben Holztüren

Die tunesische Hauptstadt Tunis liegt am Meer. Oder besser gesagt, an einem Salzsee, der seinerseits am Meer liegt. Irgendwann einmal war dieser Salzsee ein Stück vom Mittelmeer. Tektonische Verschiebungen haben dafür gesorgt, dass sich die beiden getrennt haben. Eine traurige Geschichte. Und die Trennung hätte bis heute Bestand, hätten nicht die Franzosen einen Kanal gebaut, um die beiden wieder zu vereinen.

Die Araber haben ihre Medina, also ihre Altstadt von Tunis auf dem Terrain gebaut, das aus festem stabilem Land bestand. Die Altstadt platzte natürlich bald aus allen Nähten und schließlich haben die Franzose ihre Neustadt mitten auf den Sumpf gebaut, der zwischen Medina und Salzsee vor sich hin blubberte. Mit den damals modernsten Methoden haben sie alles trocken gelegt. Das Projekt war ein Erfolg. Selbst die Kathedrale aus dem 17. Jahrhundert steht auf ehemals sumpfigem Gelände.

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Sidi Bou Said – Das Santorini Afrikas

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Sidi Bou Said – Klee, Macke und noch wer

Ich glaube, es ist verboten, in Tunesien seinen Urlaub zu verbringen und sich nicht Sidi Bou Said anzusehen. Es wird nicht streng kontrolliert und es gibt daher immer mal wieder ein paar Strandurlauber, die das Verbot umgehen und die gesamte Urlaubszeit in ihrem All Inclusive Hotel am Meer verbringen. Aber was soll’s. Selber Schuld.

Ich würde mich einem solchen Verbot, ob es nun existiert oder nicht, natürlich niemals widersetzen, denn schließlich haben auch berühmte Maler wie August Macke und Paul Klee Sidi Bou Said besonders schön gefunden. Sie sind irgendwann mit einem ihrer französischen Kollegen, von dem ich – was für eine Schande – noch nichts gehört habe, nach Tunesien gereist, um gemeinsam tunesische Dinge zu malen.

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Iskanderkul – Ein verrücktgewordenes Pferd im Fan Gebirge

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Iskanderkul – Traumhafter Bergsee mit berühmtem Schutzpatron

Der Istanderkul-See liegt auf einer Höhe von etwa 2100 Metern in den Fan Bergen im Westen von Tadschikistan. Iskanderkul bedeutet See von Alexander. Aber nicht irgendein Alexander, sonder Alexander der Große, der hier an diesem See Rast gemacht haben soll auf seinem Weg nach Indien. Er kam ja auch bis Indien, ist dann aber auf dieser Eroberungsreise verstorben. Er war zwar erst 33 aber er hatte ja bis dahin auch schon genug Ärger gemacht und Länder erobert.

Der Iskanderkul ist heute ein beliebtes Fotomotiv und Ausflugsziel. Er liegt etwa in der Mitte zwischen der Stadt Pandschakent und der Hauptstadt Duschanbe weiter südlich. Die Straßen, die dahin führen, sind verglichen mit einigen Straßen in Tadschikistan eher schlecht. Verglichen mit anderen jedoch hervorragend. Es wird manchmal etwas staubig und man kommt nicht allzu schnell voran, aber man muss nicht ständig um sein Leben fürchten und wird auch nicht allzu sehr durchgeschüttelt.

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Kondeyaokro – Raffia ist immer gut!

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In Kondeyaokro bei den Raffia-Tänzern

Eines der Highlights auf meiner Reise durch die Elfenbeinküste waren die verschiedenen Tänze der einzelnen Stämme und Volksgruppen, von denen es hier in Westafrika jede Menge gibt. In Kondeyaokro sollte ich einen besonders tollen Tanz miterleben.

Die Tänze, bei denen Raffiabast eingesetzt wird, sind mir immer am liebsten. Die Kostüme aus Raffia sind einfach am eindrucksvollsten und in meinen Augen am exotischsten. Als ich also hörte, dass in Kondeyaokro Bast zum Einsatz kommt, war ich glücklich. Read More

Cochem – hübsche alte Gemäuer ganz in der Nähe

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Die Reichsburg Cochem an der Mosel

Wenn ich von mir zu Hause immer an der Mosel entlang Richtung Nordosten fahre, dann komme ich irgendwann nach Cochem. Vorbei an Weinbergen und gemütlichen kleinen Dörfern dauert die Fahrt eine Weile. Der Samstag, den ich mir ausgesucht hatte, war ein wunderschöner Tag, der alles noch viel schöner aussehen ließ.

Die Innenstadt von Cochem ist genauso, wie man es sich für Postkarten von Deutschland wünschen würde. Fachwerkhäuser, urige Restaurants, die mit Bockwurst, Wildschweingulasch und Kartoffelsalat werden. Aber es gibt auch ein Subway Fastfood-Restaurant, nur für den Fall… Read More

Haeinsa – Vielleicht Koreas schönster Tempel

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Der Haeinsa Tempel liegt malerisch im Nationalpark Gayasan

Der Haeinsa Tempel, oder eigentlich Haein Tempel (denn Sa bedeutet Tempel) liegt im Gayasan Nationalpark nicht weit von der geschäftigen Stadt Daegu entfernt. Ganz im Gegensatz zu dieser lebendigen Industriestadt mit zahlreichen Hochhäusern, herrschen auf dem Gelände des Heinsa Tempels eher Ruhe und Frieden.

Der Tempel ist umgeben von gleich mehreren anderen Tempelanlagen, die etwas kleiner sind und daher als Nebentempel bezeichnet werden. Sie sind jedoch allesamt sehenswert, auch wenn ich sie nicht alle besucht habe. Read More

Gyeongju – unbekanntes Weltreich

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Gyeongju – Von der Millionenstadt zur Touristenattraktion

Ich hatte vor meiner Koreareise von Gyeongju noch nie etwas gehört. Als ich dann schließlich dort war, stellte sich heraus, dass Gyeongju vom 7. bis ins 9. Jahrhundert die Hauptstadt des berühmten Silla Reiches war, von dem ich ebenfalls noch nie etwas gehört hatte. Wer jedoch nach Korea fährt, der lernt schnell, dass das Silla Reich eine Hochkultur und so etwas wie ein Weltreich war.

Gyeongju war im 9. Jahrhundert eine florierende Millionenstadt, als hier in Deutschland gerade mal die Vorbereitungen auf das Mittelalter liefen. Gyeongju ist zwar heute keine Millionenstadt mehr, aber eine sehr moderne Stadt mit einer langen Geschichte und dank dieser Geschichte vielen tollen Touristenattraktionen. Read More

Sansibar – Stone Town und sein alter Charme

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Stone Town – alter Zauber der einstigen Gewürzinsel Sansibar

Der Name Stone Town sagte mir zunächst nicht viel. Der Name Sansibar dafür umso mehr. Als sich herausstellte, dass Stone Town so etwas wie die winzige Hauptstadt der Insel Sansibar ist, war ich Feuer und Flamme, dorthin zu fliegen. Groß ist die Stadt wirklich nicht. Vom Flughafen bis ins Zentrum sind es nur wenige Kilometer und man kann hier alles zu Fuß erkunden.

Leider hatte ich es mit dem Wetter nicht so gut getroffen, so dass sich die beliebte Ferieninsel nicht von ihrer Strandparadies-Seite zeigte. Da ich mich ohnehin nicht übermäßig für Strände interessiere, störten mich die paar Wolken nicht. Ich schlenderte durch die Straßen rund um mein Hotel und recht schnell fand ich (oder besser gesagt fand mich) ein Touristenguide, der mich für umgerechnet 10 Euro für eineinhalb Stunden durch seine Stadt führen wollte. Abgemacht! Read More

Lushoto – im Schlamm über den Wolken

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Lushoto – wo die Usambara Veilchen herkommen.

Das Dorf Lushoto liegt eigentlich nur zufällig auf meiner Reiseroute. Ich bin auf dem Weg von Sansibar nach Arusha in dieser Region vorbeigekommen und so war es ohnehin nötig, eine Pause einzulegen. Die Usambara Berge eignen sich prima für einen kleinen Abstecher, also verbringe ich zwei Nächte in der bergigen Region, die irgendwann einmal eine deutsche Kolonie war. Im Dorf Lushoto gibt es nur sehr wenige Unterkünfte und daher muss ich mich mit einem schimmligen Zimmer begnügen, in dem es jedoch warmes Wasser zum Duschen gibt. Die Rezeption hat jedoch alles, was man sich wünschen kann: eine Bar mit Bier, Gin und Tee sowie einen Fernseher, auf dem Rugbyspiele laufen.


Wer sich Lushoto näher ansehen will, der unternimmt am besten einen Spaziergang. Aber Vorsicht: ein Spaziergang artet hier schnell in eine ausgewachsene Wanderung umschlagen. Ich war am Ende fast vier Stunden lang unterwegs und habe dabei wahrscheinlich das gesamte Dorf gesehen. Besonders schön ist eine solche Wanderung an einem Wochenende, wenn die Kinder des Dorfes frei haben und für Leben zwischen den Häusern und in den Höfen sorgen. Die Kinder sind auch immer sehr begeisterte Fotomotive. Read More