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Tag

Afrika

Oshogbo – Einfach zauberhaft

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Oshogbo – Die Stadt der Flussgöttin

Oshogbo hat sich als eines meiner Highlights auf der Nigeria-Rundreise herausgestellt. Ich war mir nicht so sicher, ob ich den Oshun-Schrein von Oshogbo mögen würde, denn ich hatte im Internet gesucht und irgendwie nur Informationen über Susanne Wenger erhalten. Sie war Österreicherin und kam in den 50er Jahren nach Nigeria, wo sie gemeinsam mit lokalen Künstlern Skulpturen geschaffen hat.

Aber als ich dann in Oshogbo ankam und mir das Gelände des Oshun-Schreins anschaute, wurde schnell klar, dass Susanne Wenger nur ein winziger Teil dessen ist, was es hier spannendes gibt. Sie wird erwähnt, aber sie ist hier nicht die Hauptperson. Die Hauptperson ist eine Gottheit namens Orisha Oshun. Es ist die Flussgöttin, die im Fluss Oshun lebt. Sie lebt da schon immer.

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Ilorin – Harmonie in Kwara

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Ilorin – Zu Besuch beim Emir

Die Stadt Ilorin liegt im nigerianischen Bundesstaat Kwara, der sich der Harmonie verschrieben hat. Man ist hier besonders stolz darauf, dass seit langer Zeit Frieden herrscht, dass alle Gäste willkommen sind und dass es zwischen den Religionen keine Streitigkeiten gibt. Zumindest kaum.

Ich fühlte mich in Ilorin sehr willkommen. Vor allem die Kinder haben mich gleich in ihr Herz geschlossen, sind um mich herum gesprungen und wollten von mir fotografiert werden.

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Idah – Zu Besuch beim König der Igala

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Idah – Opfergaben am Niger

Die Stadt Idah ist das Zentrum der Igala-Kultur. Hier haben sich vor 500 Jahren die Igala niedergelassen und sie haben das Land gegen zahlreiche Angriffe von allen Seiten verteidigt. Die Igala sind Nachbarn der Yoruba und des alten Königreichs Benin.

Bis heute gibt es einen König der Igala. Sein Titel ist Attah. Das bedeutet Vater, denn er ist verantwortlich für sein Volk wie ein Vater für seine Kinder. Bevor ich die Stadt Idah besuche, muss ich als ausländischer Gast zunächst beim Attah vorstellig werden, ein paar Kolanüsse und eine Flasche Gin übergeben sowie die rituelle Genehmigung zur Stadtbesichtigung einholen.

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Lokoja – Kolonialgeschichte bei 40 Grad

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Lokoja – Die Stadt am Fluss

Lokoja liegt recht zentral in Nigeria, jedoch bereits so weit nördlich, dass ein vor 1900 zum nördlichen Protektorat gehört hat. In Lokoja fließen Benue und Niger zusammen, um als Niger gemeinsam weiter nach Süden zu fließen und sich ins Meer zu ergießen. Der Fluss ist hier sehr breit und bereitet sich darauf vor, zum Nigerdelta zu werden.

Diesen Zusammenfluss kann man sich in Lokoja natürlich anschauen. Am besten mit einem Boot. Die Fahrt war schön, aber bei 40 Grad in der prallen Sonne auch etwas beschwerlich. Immerhin habe ich einige Fischer getroffen, die Insel an der Mündung gesehen und konnte den Frauen am Ufer dabei zusehen, wie sie Wäsche waschen und Wasser holen.

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Abuja – Hauptstadt nach Plan

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Abuja – Das moderne Hinterland

Abuja ist bekanntlich die Hauptstadt von Nigeria, allerdings erst seit etwas mehr als 30 Jahren. Vorher war es eine Kleinstadt. Jetzt ist Abuja eine Millionenstadt mit schnell wachsenden Slums. Davon merkt man aber im Zentrum nichts, denn Abuja wirkt sehr modern.

Da stehen Geschäftsgebäude, Einkaufszentren und Verwaltungen sowie Botschaften an breiten sauberen Straßen. Die riesige Moschee glänzt mit ihrer goldenen Kuppel in der Sonne und der Verkehr ist sehr viel erträglicher als im Molloch Lagos.

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Tombwa – Fisch kommt, Fisch geht

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Tombwa – Zwischen Meer und Sand

Tombwa ist eine Stadt an der angolanischen Küste südlich von Namibe. Zwischen Tombwa und der Grenze zu Namibia gibt es nicht mehr viel. Da liegt eine einzige kleine Stadt, aber dorthin zu gelangen, ist mühsam und kann gefährlich sein, je nach Wetter und Gezeiten. Wovon es aber in dieser Region viel gibt ist Sand. Eigentlich gibt es fast nur Sand zwischen Tombwa und Namiba. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen riesige Sanddünen, soweit das Auge reicht. Und weit darüber hinaus.

Hier bei Tombwa heißt dieser Sand Nationalpark do Iona. Ich hatte ein bisschen Pech mit dem Wetter, denn es war den ganzen Tag über wolkig und diesig. Dennoch waren die Sanddünen im Nationalpark eindrucksvoll. Bei Sonnenschein wären sie sicherlich noch einen Hauch rötlicher gewesen. Und sicher auch fotogener. Wir auch immer. Sand fasziniert mich, vor allem, wenn er in solchen Mengen auftritt und ich ihn mit niemandem teilen muss. Kein Tourist weit und breit. Auch nicht am Wüstenschiff Vanessa, das einer der Foto-Spots in der Region ist. Das Wrack eines indischen Fischerbootes, das aus ungeklärten Gründen Vanessa getauft wurde. Sehr cool.

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Waldguinea – Keine Elefanten und keine Schimpansen

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Kissidougou bis N’Zérékoré – Waldguinea ist sehr grün

Nach einer sehr langen Fahrt auf grausam schlechten Straßen habe ich endlich Kissidougou erreicht. Es ist eine Stadt im Süden von Guinea, Waldguinea, das Guinea, wo es noch die ursprünglichen Wälder gibt, die einst die Kolonialherren angezogen haben und die nun geschützt werden müssen. Einige Teile dieser Wälder sind Nationalpark geworden, andere tragen den Status eines Foret Classé oder eines Naturparks. Grün sind sie alle!

Diese Region um Kissidougou und N’Zérékoré ist wenig touristisch. Kaum ein Besucher verirrt sich hierher, obwohl zum Beispiel die Schimpansen von Bossou weltberühmt sind und viele Menschen schon Reportagen über sie gesehen haben. Dass es im Foret Classé de Ziama auch Waldelefanten gibt, ist weniger bekannt.

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Guinea – Wasserfälle und Kofferdrama

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Guinea – Die Heimat der Schlaglöcher

Ich wollte eigentlich nach Liberia, aber alles, was ich finden konnte, war eine Rundreise, die Liberia und Guinea kombiniert. Perfekt. Ich wusste nicht viel über Guinea. Aber ich wusste, dass ich das gerne ändern würde. Also los. Conakry, ich komme!

Leider hatte ich für dieses Abenteuer die Royal Air Maroc gewählt und das ist nicht die zuverlässigste Airline, wenn es darum geht, Koffer gemeinsam mit ihren Besitzern an dasselbe Reiseziel zu transportieren. Also stand ich da mitten in der Nacht am fast leeren Flughafen in iener großen Halle voller herrenloser Koffer der letzten Wochen. Das Kofferband ratterte. Aber mein Koffer war nicht dabei.

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Liberia – Unkolonisiertes Westafrika

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Liberia – Das gelobte Land

Lange hatte ich mich schon auf diese Etappe meiner Westafrika-Reise gefreut: Liberia, ein Land mit einer einzigartigen Geschichte und daher eine Besonderheit in Afrika. Neben Äthiopien ist es das einzige Land in Afrika, das nie von europäischen Kolonialherren besetzt war.

Wie es dazu kam, erfahre ich im Nationalmuseum von Monrovia, der Hauptstadt. Im frühen 19. Jahrhundert gab es in den USA eine Bewegung, die sich dafür einsetzte, die Nachfahren von Sklaven wieder zurück nach Afrika zu schicken. Für viele klang diese Idee gut. Ein Leben in Freiheit, Grundbesitz in der Fremde, die irgendwie einmal die Heimat der eigenen Vorfahren gewesen ist. Also machten sich zunächst einmal 88 Menschen afrikanischer Abstammung mit einem Schiff auf den Weg in Richtung Afrika. Sie legten an der Küste des heutigen Liberia an und verhandelten mit den hiesigen Stammesoberhäuptern. Verhandeln ist wohl das falsche Wort, denn diese Afrikaner verstanden nicht die Konsequenzen, die ihre Unterschrift auf den Verträgen der Amerikaner bedeutete.

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Tiwai Island – willkommen auf der Affeninsel

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Tiwai Island – Tief im Urwald

In Sierra Leone gibt es eine ganz berühmte Insel, die Tiwai heißt. Es ist aber keine Insel im Meer, sondern eine Flussinsel, umschlossen vom Fluss Moa, von dem ich noch nie gehört hatte. Da es sich um eines der bedeutendsten Affenschutzgebiete der Welt handelt, habe ich auf meiner Westafrika-Rundreise auch auf Tiwai Island Station gemacht.

Elf Primatenarten soll es hier geben. Ein winziges Touristencamp mit einfachen Zimmer, Bädern im Flur und einer Speiseveranda mit Küche ist perfekt, um sich zwei Tage lang den Primaten zu widmen. Es gibt Fliegennetze für die Nacht und Solarpaneele, die dafür sorgen, dass man die Kamerabatterien aufladen kann und beim Duschen nicht aus Versehen eine der Spinnen mit einschamponiert.

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