Grenada – Die Heimat der Gewürze
Meine Tour über die hübsche kleine Karibikinsel Grenada startet in der Hauptstadt St. George. Ein freundlicher älterer Herr namens Francis nimmt mich in Empfang und fährt mich auf seiner Insel umher. Er zeigt mir die bunten Häuser und die vielen Kirchen in St. Greorge und den umliegenden Dörfern. Hier fahren auch die Reggae-Busse in alle Orte der Insel. Es sind bunt bemalte Kleinbusse, in denen immer bis zum Anschlag Reggae Musik läuft. „Wenn dir die Musik zu laut ist, kannst du den Fahrer bitten, sie leiser zu drehen. Er ist verpflichtet, das zu tun. Aber es kann natürlich sein, dass er dich überhaupt nicht hört.“ Ich bin also froh, dass ich in Francis’ Wagen sitze.


Überhaupt ist es abenteuerlich, auf Grenada unterwegs zu sein, denn die Straßen sind extrem eng und noch viel steiler. Unglaublich, welche Steigungen die Autos, Busse und sogar der eine oder andere Lastwagen bewältigen. Die Menschen auf Grenada haben sicherlich durchweg sehr starke Wadenmuskeln.
Wir schauen uns das Fort Frederik an, von wo aus man einen tollen Blick über St George und den Hafen hat. Dann geht es weiter in Richtung Osten, wo wir uns den Laura Spice Garten anschauen wollen. Hier lerne ich alles über Gewürze, von Muskat über Nelken, All Spice, Tamarinden, Zitronengras, Zimt und Minze bis hin zu verschiedenen Thymianarten. In dem Garten wachsen auch Kakao, Kaffee und Pfeffer. Eine freundliche Dame erklärt mir, dass Grenada fast all seinen Kakao in die Schweiz verkauft und was dort damit passiert, das weiß ich ja. Tolle Sache.


Einen Stopp legen wir noch am Kratersee mitten auf der Insel ein, denn dieser ist eine Besonderheit. Er füllt den Krater eines längst erloschenen Vulkans. Hier soll es auch Mona-Affen geben, aber ich habe Pech. Kein einziger Affe lässt sich blicken. Immerhin werden die Affen durch ziemlich eindrucksvolle schwarze Raupen vertreten, sodass ich doch noch einen guten Einblick in die Tierwelt von Grenada erhalte, bevor meine Erkundungsreise auf Grenada in St George bei einem Jerk-Hühnchen mit karibischem Bier endet.
Eure Beatrice!




