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Thingvellir – Das älteste Parlament der Welt

By Kurz und schmerzlos No Comments

Thingvellir – Schöne Felsen und neugierige Gänse

Thingvellir ist ein ganz besonderer Ort in Island und zwar aus verschiedenen Gründen. Zum einen stoßen am Thingvellir die amerikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander. Es hat sich die Sifra Spalte gebildet und hier kann man, wenn man ausreichend Geduld mitbringt, beobachten, wie die Platten sich jedes Jahr um etwa sieben Millimeter weiter voneinander entfernen. Das erklärt zwar nur zum Teil die immer teurer werdenden Interkontinentalflüge, aber es ist immerhin mal ein Hinweis.

Die Geduld hatte ich natürlich nicht. Ich glaube es den isländischen Wissenschaftlern, die hier komplizierte und auch ganz einfache Messgeräte aufgestellt haben.

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Golden Circle – Islands berühmtester Geysir

By Kurz und schmerzlos No Comments

Golden Circle – Strokkur und seine schlafenden Freunde

Der Golden Circle ist sozusagen das Must-See in Island. Hier liegen der eindrucksvolle Wasserfall Gulfoss, das Geysirgebiet mit dem Strokkur-Geysir und Thingvellir relativ dicht beieinander und lassen sich prima zu einem Tagesausflug von Reykjavik aus kombinieren.

Genau das habe ich auch getan, als ich im Frühjahr 2021 in Island war, um mir den neuesten aktiven Vulkan der Welt anzuschauen. Es wäre ja schade gewesen, nur einen Tag in Island zu bleiben. Also: Golden Circle, here I come. Auf der Fahrt zum Geysir Strokkur zeigte sich Island meteorilogisch gesehen von allen Seiten. Es gab Regen, Starkregen, Nieselregen, Platzregen, sanften Regen und noch ein paar weitere Arten von Niederschlag. Immerhin blieb der Hagel aus. Zwischendurch zeigte sich Sonnenschein, aber leider nur scheu. Am Geysirzentrum angekommen, war es glücklicherweise windstill und der Regen hatte sich auf einer Stärke mittleren Niveaus eingependelt. Also konnte ich mit einem Regenschirm und der Kamera bewaffnet ganz prima den kleinen Rundweg zwischen den einzelnen Geysiren entlang spazieren.

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Südisland – Unterwegs auf der Ringstraße, Hringvegur

By Kurz und schmerzlos No Comments

Südisland – Gletscher, schwarze Strände und flauschige Schafe

Obwohl ich diesmal Island nur einen kurzen Besuch von vier Tagen abgestattet habe, wollte ich immerhin einem dieser vier Tage im Süden der Insel verbringen. Mein Navi war leider nicht in der Lage, die verschiedenen Sehenswürdigkeiten zu identifizieren. Zumindest kannte es die Namen nicht. Aber glücklicherweise führt die Ringstraße einmal um Island herum und wenn man die erst einmal gefunden hat, ist es auch nicht schwer, sich zurechtzufinden. Alle Attraktionen an der Ringstraße sind ausgeschildert.

So fand ich einwandfrei zum Reynisfjara, dem magischen schwarzen Strand mit der ungewöhnlichen Basaltsteinformation. Hier hatte ich sogar das Glück neben einem kurzen Schauer auch ein paar Sonnenstrahlen zu erwischen. Und das alle in 15 Minuten. Island ist bekannt dafür, dass es sein Wetter wechselt, wie andere ihre Männer. Oder waren es Unterhosen? Auf jeden Fall noch öfter. Reynisfjara liegt fast an der südlichsten Spitze von Südisland. Ein wunderschönes Fleckchen Natur.

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Phallusmuseum – Hunderte Penisse in Reykjavik

By Kurz und schmerzlos No Comments

Phallusmuseum – Die Durchschnittsgröße des menschlichen Penis ist stark umstritten.

Das Phallusmuseum ist genau das, was sein Name vermuten lässt: Es ist ein Museum, in dem es alle möglichen Penisse gibt. Mitten in Reykjavik. Meiner Meinung nach damals wie heute das Highlight in Reykjavik. Einmalig auf jeden Fall.

Das Penismuseum ist 2020 umgezogen und präsentiert seine äußerst merkwürdige Sammlung nun in einem größeren und moderneren Umfeld. Nicht schlecht. Knapp 17 Euro Eintritt sind zwar happig für eine so kleine Ausstellung, aber das Museum ist es trotzdem wert.

Die Ausstellung beginnt mit einer kleinen Hommage an den Gründer des Museums, der auch viele Gegenstände in Penisform geschnitzt hat. Es ist doch immer großartig, wenn jemand sein Hobby zum Beruf machen kann. Dann kommt ein ungewöhnliches Ausstellungsstück und zwar die originalgetreuen Abgüsse aller Penisse der gesamten isländischen Handballmannschaft, die 2008 in Peking bei den olympischen Spielen die Silbermedaille gewonnen hat. Das ist wieder so ein Grund dafür, dass man die Isländer einfach lieben muss. Andere Mannschaften geben ein Buch oder ein Stickeralbum heraus, lassen sich feiern oder vielleicht ein Flugzeug nach sich benennen. Die Isländer lassen Abdrücke ihrer Penisse für das Museum machen. Großartig.

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Reykjavik – Stadt der Penisse und teuren Biere

By Kurz und schmerzlos No Comments

Reykjavik – Eine Regenbogenstraße zwischen Harfe und Kirche

Vor einigen Jahren war ich schon einmal in Reykjavik. Schon damals dachte ich, dass die Stadt im Vergleich mit anderen nordischen Städten durchaus noch deutlich bunter sein könnte. Es gibt zwar einige schöne Häuser, die in knalligen Farben gestrichen sind und auch ein paar schöne Graffiti, aber die sind jeweils so über die Stadt verteilt, dass es nur vereinzelte Ecken sind, wo sich tolle Fotos schießen lassen. Da wurde in den vergangenen acht Jahren kaum nachgebessert. Eine ganze Straße, also der Asphalt selbst, wurde begrüßenswerterweise in den Farben des Regenbogens angemalt. Das macht schon etwas daher!

Die Halgrimmskirkja ist zugegebenermaßen – von außen – ein Meisterwerk. Gefällt mir gut. Ebenso die Harpa, das Opernhaus. Klar, bei Sonnenschein hätten beide noch viel schöner ausgesehen, aber ich habe diesmal nicht allzu großes Glück mit Island und seinem Wetter.

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Geldingadalur – Islands neuer Look

By Kurz und schmerzlos No Comments

Geldingadalur oder auch Geldingadalir zwischen Langahrygg und Fagradalsfjalli

Die Pandemie hat uns allen zugesetzt. Das ging Island nicht anders. Nicht nur die Menschen dort waren enttäuscht über die schlechte Touristensaison 2020, sondern offenbar auch die Insel selbst. Sie hat nämlich kurzerhand im März 2021 beschlossen, ihrem Südwestzipfel, der Halbinsel Reykjanes, ein neues Gesicht zu verpassen. Zunächst gab es etwa 50.000 Erdbeben innerhalb von drei Wochen. Das allein lässt schon auf eine gewisse Entschlossenheit oder Unruhe schließen.

Nun. Seit dem 19. März 2021 ist die Gegend um Geldingadalur ein riesiger Touristenmagnet. Riesig mit Einschränkungen, denn im März und April war es noch nicht ganz so einfach, nach Island zu reisen. Mittlerweile ist es – zumindest für geimpfte und genesene Besucher – mit geringen Einschränkungen machbar.

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Gondar – Herrschaftlich, blutig und historisch

By Diagnose Fernweh No Comments

Gondar – Löwenkäfige und Massentaufen

Um nach Gondar zu gelangen hatte ich damals die Wahl zwischen einer endlosen Fahrt auf einer Offroad-Strecke und einem relativ kurzen Flug, der jedoch auch eher offroad war. Immerhin ist das Abenteuer in einer Propellermaschine von Lalibela nach Gondar nach einer halben Stunde vorbei.

Das absolute Highlight in Gondar ist die Palastanlage von König Fasilidas. Er hat hier gelebt und viele Nachkommen gehabt. Das Interessante an der Palastanlage ist, dass jeder neue König einen neuen Palast gebaut hat. Offenbar war es damals inakzeptabel, in Papas Palast einzuziehen, selbst dann nicht, wenn Papas Palast großartig war und wen Papa gerade verstorben war.

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Uphlisziche – Der älteste Wein der Welt?

By Traumziel weit weg No Comments

Uphlisziche – Eine Stadt die in Stein gemeißelt ist

Der etwas komplizierte Name Uphlisziche steht für eine alte Felsenstadt, die vor etwa 4000 Jahren bewohnt gewesen ist und zwar von Menschen, die schon damals Wein hergestellt und ihn unter der Erde gelagert haben, damit er kühl bleibt. Uphlisziche liegt nicht weit von Gori in Georgien und ist eine der ältesten Sehenswürdigkeiten des Landes.

In Uphlisziche sind von einst etwa 700 Höhlenwohnungen noch etwa 270 zu erkennen. Manche besser, manche etwas weniger gut. Im Zentrum der einstigen Höhlenstadt, die buchstäblich in den Stein hinein gehauen ist, befinden sich alle wichtigen Annehmlichkeiten einer Stadt. Hier befand sich eine Apotheke. Die Regale sind noch deutlich zu sehen.

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Wukro – Wunderschöne uralte Wandmalereien

By Diagnose Fernweh No Comments

Wukro – Judith Gudit und Wukro Wikro

Die Stadt Wukro, die auch Wikro heißen könnte, ist ein weiteres Highlight in Äthiopiens Norden. Tatsächlich gelingt es mit beim Akzent meines Reiseleiters Wondy oder Windy nie genau den Unterschied zwischen U und I herauszuhören, was mich fasziniert, denn im Deutschen oder auch im Französischen kann ich diese beiden Laute immer sehr gut auseinanderhalten.

Um nach Wukro oder Wikro zu gelangen, muss man sich auskennen. Irgendwo an einer mittelmäßig gut ausgebauten Landstraße zweigt ein staubiger Feldweg ab, der sich in nichts von allen anderen staubigen Feldwegen unterscheidet. Wenn man es aber bis zu seinem Ende schafft, wird man mit uralten Felsenkirchen belohnt. Sie sind lange nicht so eindrucksvoll wie die Felsenkirchen in Lalibela, aber schließlich hatten die Menschen in Wukro nicht die Hilfe des heiligen George oder Erscheinungen, in denen ihnen Gott Anweisungen erteilte.

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Lalibela – Zu Besuch beim heiligen Baumeister George

By Diagnose Fernweh No Comments

Lalibela – Felsenkirchen und Knoblauchshampoo

Die Stadt Lalibela liegt im Norden von Äthiopien. Es ist einer dieser Plätze auf der Erde, an denen man sich der Magie, der Atmosphäre und der Mystik des Ortes einfach nicht entziehen kann. Ich kann mich noch so gut an das internationale Touristenhotel in Lalibela erinnern, das nur ein paar Stunden am Tag Strom und fließendes Wasser zu bieten hatte. Im Shop des Hotels wurden Trinkwasser in Flaschen, Pilze in Dosen und Shampoo in den Duftrichtungen Ei, Ingwer und Knoblauch angeboten. Warum der Shopbesitzer dachte, dass die betuchteren Touristen sich Dosenpilze und Knoblauchshampoo kaufen wollten, konnte ich nicht herausfinden.

Im Gegensatz zu den Hotels, in denen die einheimischen Pilger unterkommen, war es jedoch ein Luxusschuppen. Die meisten Besucher von Lalibela wohnten in Wellblechhütten ohne Strom oder festen Fußboden. Sie wollten aber alle unbedingt diesen magischen Ort besuchen. Immerhin das hatten wir gemeinsam.

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