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Tag

Europa

Bad Sachsa – Im Osten des Westens

By Kurz und schmerzlos No Comments

Frühling im Harz

Im März bin ich in Bad Sachsa gewesen, als der Frühling gerade die ersten Farbtupfer in die Stadt gebracht hat. Es war gerade warm genug, um draußen joggen zu gehen und es war ein wunderschönes Wochenende. Deer Ginster hat geblüht und Krokusse gab es auch.

Ich habe ein ganzes Wochenende mit Schreiben verbracht und mir dabei auch mal Zeit für einen Spaziergang durch die Straßen gelassen. Die Atmosphäre war sehr angenehm, alle in dem kleinen Städtchen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze haben die Sonne genossen und den Frühling auf sich wirken zu lassen.

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Lacock – Königlich und magisch

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Lacock – Kulisse für viele Kinohighlights

Lacock fühlt sich an wie ein Dorf aus einer anderen Zeit. Die Straßen sind schmal, die Häuser stehen dicht an dicht. Das Wetter ist typisch englisch: Wolken, ein paar Regentropfen, aber es bleibt angenehm warm. Ich schlendere durch das Dorf, vorbei an alten Steinmauern und kleinen Vorgärten. 

Die meisten Häuser in Lacock stammen aus dem 13. bis 18. Jahrhundert. Viele sind aus grauem oder cremefarbenem Kalkstein gebaut, manche sind verputzt. Das ganze Dorf steht unter Denkmalschutz, und fast alle Gebäude gehören dem National Trust. Es gibt eine alte Kirche mit einem malerischen Friedhof, kleine Läden, Pubs und einen Dorfladen mit Post. Die Atmosphäre ist ruhig, fast wie in einem Freilichtmuseum, aber alles ist echt und bewohnt.

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Avebury – Mittsommer zwischen Steinen, Schafen und Hippies

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Avebury – Das Dorf im Kreis

Mittsommer in Avebury. Die Sonne scheint, der Himmel ist wolkenverhangen, aber es ist warm. Ich stehe mitten in einem der größten Steinkreise der Welt. Um mich herum soazieren Hippies, meditieren, singen, opfern den uralten Steinen Blumen und ganze Laibe Brot. Friedliche Stimmung, überall Lachen und Musik. Die Steine wirken wie stumme Zeugen, sie stehen da, gewaltig und ruhig, als hätten sie schon alles gesehen. Haben sie vielleicht auch. Und vielleicht freuen sie sich sogar über das Brot. Wer weiß?

Der Steinkreis von Avebury liegt in Wiltshire, England, und ist älter als die meisten Bauwerke Europas. Die Sandsteine wurden vor etwa 5500 Jahren aus Wales hierher geschafft. Entweder von den Bewohnern der Gegend oder von den schmelzenden Gletschern – da sind sich die Forscher nicht einig. Druidische Magie ist eine weitere sehr valide Theorie. 

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Belfast – Modern, rebellisch, bunt

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Belfast – Hippe Stadt nach den Bomben

Belfast hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht. Es ist eine abwechslungsreiche Stadt mit einer spannenden Geschichte und einem ganz besonderen Charme, der sich in sehr unterschiedlichen Aspekten zeigt. Die Menschen in Belfast sind – wenn auch schwer zu verstehen – herzlich. Sie haben einen rauen trockenen Humor, der mir sehr gefällt.

Sich in der Stadt zu bewegen, ist einfach und praktisch. Die Bustickets sind nicht teuer und die Innenstadt ist sehr fußgängerfreundlich. Ich war also viel zu Fuß unterwegs, um von einem zum anderen Ende Belfasts zu gelangen. Es lohnt sich, auch die Stadtviertel außerhalb des historischen Zentrums zu erkunden, denn einerseits findet man dort grandiose Graffiti und andererseits diesen rauen Charme der irisch anmutenden Arbeiterviertel aus Backstein. Vor allem in West-Belfast, wo mehr irische als britische oder nordirische Fahnen wehen, ist der rebellische Geist noch zu spüren. Hier lehnen viele die Tatsache ab, dass Nordirland ein Teil von Großbritannien ist. Sie sehen das Königreich noch immer als Kolonialmacht an, auch nach einigen hundert Jahren.

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Nordirland – Die Küste der Riesen

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Nordirland – Wo Game of Thrones lebendig wird

Die Tour entlang der nordirischen Nordküste wird angepriesen als eine Reise in die Welt von Game of Thrones. Gleich an mehreren Stellen können sich Fans und solche, die es werden wollen, in die Szenerie der Geschichte von George R.R. Martin begeben. Die Busfahrer, die auf der malerischen Küstenstraße unterwegs sind, kennen all diese Orte und fahren für die Passagiere gerne etwas langsamer, dort, wo Aria Stark vorbei gekommen ist.

Ich weiß nicht, ob George R.R. Martin je in Nordirland war, aber seine Geschichte passt perfekt in diese wunderschöne, raue und gleichzeitig magische Landschaft hinein. Ich habe mir die Burgen angesehen, die zu Schauplätzen wurden und die zauberhaften Dark Hedges, eine Allee von majestätischen Bäumen, die 1775 gepflanzt wurden und seither auf ihren Durchbruch als Filmkulisse gewartet haben.

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Dinkelsbühl und Nördlingen – Willkommen im Mittelalter

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Dinkelsbühl und Nördlingen – Fachwerk, Schweine und Wehrgänge

Dinkelsbühl ist offenbar eines der Ziele, für die Deutschland außerhalb Europas bekannt ist. Ich habe den Namen schon öfter gehört, mir aber nicht viele Gedanken darum gemacht. So war es wahrscheinlich gut, dass ich irgendwann einfach mal in der Nähe war und mir Dinkelsbühl anschauen konnte.

Auf einem Stadtrundgang habe ich viel über die Stadt gelernt, die durch Tuchherstellung, Steuern und Zölle einst sehr reich wurde. Sehr reich zu sein hat immer seine Vorteile. Dinkelsbühl hatte zum Beispiel durch den obszönen Reichtum der Stadt die Möglichkeit, aus insgesamt acht Belagerungen ohne Beschädigungen hervorzugehen. Wo andere Städte geplündert und niedergebrannt wurden, konnte Dinkelsbühl seine Besatzer und neuen Besitzer stets mit einem mittelgroßen Haufen Gold davon überzeugen, das doch bitte sein zu lassen. Daher ist die Innenstadt von Dinkelsbühl auch nach dem 30-jährigen Krieg unversehrt geblieben. Ein seltenes Glück. Ein Glück auch, dass der 30-jährige Krieg nicht noch länger gedauert hat, denn nach der achten Eroberung ging den Dinkelsbühlern schließlich doch das Geld aus. Zwölf Tonnen Gold sollen im Rahmen dieser groß angelegten Bestechungsserie den Besitzer gewechselt haben.

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An der Romantischen Straße – Schlösser und Altäre

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Creglingen und Weikersheim – Riemenschneider und Fingerhüte

An der sogenannten Romantischen Straße liegen sehr viele Städte und Dörfer, die bekannt sind, aber auch andere. Von Creglingen hatte ich zum Beispiel noch nie gehört. Es erscheint eigenartig, dass Creglingen eine Stadt ist, denn diese Stadt besteht aus einer Handvoll winziger Dörfer, die zusammen weniger als 5000 Einwohner haben.

Warum ist Creglingen also unter Kennern berühmt? Ich würde ja sagen, dass das an dem Fingerhutmuseum liegen muss, das immerhin so grandiose Exponate aufweisen kann wie einen australischen Fingerhut aus Känguruleder, Fingerhüte aus Indien und solche mit dem Bildnis von Papst Johannes Paul II. darauf.

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Würzburg – Phoenix aus der Asche

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Würzburg – Wie viele Kirchen sind eine zu viel?

Würzburg ist bekannt. Aber ich war 2024 zum ersten Mal dort. Tolles Wetter, Wochenende, viel Zeit und eine unbekannte Stadt voller historischer Sehenswürdigkeiten. Was will man mehr?

Die Residenz des Fürstbischofs ist sicherlich eine der Hauptattraktionen und daher stand diese auch als erstes auf meiner Liste der Dinge, die man in Würzburg gesehen haben muss.

Es ist eine eindrucksvolle Residenz. Ein Palast. Fast ein Schloss. Der Fürstbischof hat hier nicht alleine gewohnt, sondern mit 200 Leuten, teils Familie, teils Bedienstete. Insgesamt 500 Menschen sollen am Hof gearbeitet haben. Bei einem Anwesen von diesen Ausmaßen scheint das durchaus möglich. Man hatte ja auch hohen Besuch und musste mit dem neuesten Schnick Schnack auftrumpfen. Napoleon höchstpersönlich ist mit seinem Achtspänner hier vorgefahren und hat dem Bischof und Fürst einen Besuch abgestattet.

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Transsilvanien – Der Urahn aller Vampire

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Transsilvanien – Death Metal Sissi

Eine Reise nach Bukarest ist ohnehin schon eine prima Idee. Umso mehr, weil man von der rumänischen Hauptstadt aus auch Ausflüge in die Berge unternehmen kann. Das sind wahrscheinlich die coolsten Berge in Europa. Siebenbürgen, Transsilvanien, die südlichen Karpaten sind wie kaum eine andere Bergregion so sehr von Legenden und Sagen umwoben. Bram Stokers Dracula ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Geschichten überhaupt. Er war einer der Väter des Vampirromans und hat einen Mythos, eine Legende geschaffen. Dabei war der Ire nie in Transsilvanien. 

Er hat nur irgendwo die Geschichte von Graf Vlad Tepes oder Vlad dem Pfähler gehört und fand diese so inspirierend, dass er sich auf Basis der historischen Figur von Vlad III. seine Romanfigur Dracula erdacht hat. Grandios, denn diese Figur fasziniert Menschen auf der ganzen Welt bis heute. Daher ist auch das Schloss von Graf Dracula eines der beliebtesten Ausflugsziele in Transsilvanien. 

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Bukarest – Das zweitgrößte Regierungsgebäude der Welt

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Ceausescus Bukarest 

Bukarest ist eine Reise wert. Ohne Zweifel. 2010 war ich zuletzt in der rumänischen Hauptstadt und ich kann mich noch lebhaft an die Rudel von Straßenhunden erinnern, die in mir nach Einbruch der Dämmerung damals eine leichte Besorgnis hervorgerufen haben. Diese Hunde sind vollständig verschwunden, mitsamt ihrer Nachkommen. Die schönen alten Gebäude sind alle noch da. Viele schreien nach einer Renovierung, aber viele sind auch bereits restauriert. Die Altstadt erhält durch diese Mischung aus baufälligen Fassaden und liebevoll gepflegten Altbauten eine ganz besondere Note. 

Was mich bei meinem Besuch in Bukarest dieses Mal interessiert hat, war der Teil der rumänischen Geschichte, derdem Kumminusmus und mit Ceausescu in Verbindung steht. Nicolae Ceausescu herrschte von 1965 bid 1989 über die sozialistische Republik Rumänien und zwar mit eiserner Hand. Er wird als neostalinistischer Diktator bezeichnet, was schon recht aussagekräftig ist. Die kommunistische Epoche Rumäniens ist eine interessante Zeit, die in der Revolution endete und mit der Hinrichtung Ceausescus und seiner Frau. 

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